Happy Working People! Warum Feelgood-Management zum wirtschaftlichen Erfolg führt

Immer mehr Unternehmen setzen auf Wohlfühlatmosphäre am Arbeitsplatz – mit Feel-Good-Managern. Denn eine gute Arbeitsatmosphäre gilt als erfolgssteigernd und kann zudem ein Pluspunkt im Kampf um Fachkräfte sein. Die Firma GOODplace hat sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen und Menschen rund um das Thema Feelgood Management zu qualifizieren. Wir sprachen Gründerin und CEO Monika Kraus-Wildegger über das Wesen des Feelgood Management.

 

 

Frau Kraus-Wildegger, Sie haben 2012 das Unternehmen GOODplace gegründet. Was hat Sie dazu bewogen?

 

Monika Kraus-Wildegger: Ich war auf der Suche nach einem Ort, wo ich mit Lust und Sinn arbeiten kann. Das war damals als ich für einen deutschen Konzern das Thema Nachhaltigkeit verantwortete und aus dem Ausland zurück nach Deutschland kam. Im Verlauf meiner Recherchen bin ich auf erste Unternehmen gestoßen, die das Thema Feelgood Management stark vorangetrieben haben. Das Konzept habe ich bis dahin noch nicht gekannt und fand es unglaublich spannend. Mir war es ein Bedürfnis, solche Arbeitsmodelle publik zu machen. Und so habe ich den Entschluss gefasst, eine Plattform für die Präsentation von Unternehmen zu schaffen, die mit Feelgood  Management sehr erfolgreich sind. Und die damit ihren Mitarbeitern ein sehr inspirierendes aber auch lebensphasenorientiertes Arbeitsumfeld bieten. Das war die Geburtsstunde von GOODplace.

 

Feelgood Management ist in letzter Zeit in aller Munde. Was macht eigentlich ein Feelgood Manager genau?

 

Der Feelgood Manager ist noch eine sehr junge Disziplin. Um die Greifbarkeit dieses neuen Berufsbilds zu steigern, haben wir in Zusammenarbeit mit dem Frauenhofer Institut das Berufsfeld des Feelgood-Manager definiert und die Fachausbildung zum zertifizierten Feelgood Manager entwickelt. Der Feelgood Manager ist ein Gestalter der Unternehmenskultur. Seine Aufgabe ist es, Strukturen aufzubauen, die ein Arbeitsumfeld entstehen lassen, in welchem sich die Mitarbeiter wohlfühlen und mitgestalten können. So initiiert er/sie z.B. Austausch und Kennenlern-Runden für neue Mitarbeiter, Sportangebote für selbstorganisierende Teams, oder kreatives Networking, wie Culture Clubbing in der Mittagspause. Wichtig dabei, Feelgood Management ist keine Einbahnstrasse, d.h. jeder Mitarbeiter trägt für sein eigenes Wohlbefinden Sorge und bringt sich für die gemeinsamen Belange ein.


Welche Voraussetzung braucht ein Unternehmen, damit Feelgood Management Erfolge zeigt?

 

Das Unternehmen braucht gar nicht so viel. Unabdingbar ist eine achtsame Haltung gegenüber Mitarbeitern. Die Denkweise der Unternehmensführung sollte implizieren: Ich begegne meinen Mitarbeitern auf Augenhöhe, habe Vertrauen in sie und gebe Freiraum für selbstbestimmtes Handeln.


Gibt es Case Studies zu den Ergebnissen, die Feelgood Management bisher bewirkt hat?

 

Es gibt Studien aus der positiven Psychologie, wo man festgestellt hat, dass engagierte Belegschaften viereinhalb Mal mehr umsatzsteigernd wirksam sind als vergleichbare Belegschaften in anderen Unternehmen. Und aus dem agilen Bereich weiß man auch, dass dort, wo Mitarbeiter und Teams mehr Freiräume haben und Eigenverantwortung tragen, die Innovationszyklen wesentlich kürzer sind. Das bedeutet, dass man mit veränderten Unternehmensstrukturen, die auch durch den Einsatz von Feelgood Managern realisiert wurden, viel bessere Ergebnisse erzielt. Wenn die Mitarbeiter ihre Freiräume nutzen, bearbeiten sie bestimmte Themen viel effizienter als wenn man ihnen haarklein vorgibt, was sie wie zu tun haben.

 

Wie sehen sie die zukünftige Entwicklung des Feelgood Management?

 

Der Begriff Feelgood Management wurde von deutschen Unternehmen geschaffen. Ganz vorne vorweg Jimdo, die noch ein junges Unternehmen waren, und jetzt international sehr erfolgreich sind. Nicht zuletzt, weil sie auf den Faktor Mensch setzen. Das Ergebnis des Feelgood Management ist zum einen ein gutes Arbeitsklima. Zum anderen aber auch eine sehr gute Vernetzung innerhalb des Unternehmens. Und zwar nicht nur zwischen den Menschen, auch der Wissenstransfer funktioniert viel besser als in klassischen Unternehmen. Dadurch sind sie innovativer, was auch notwendig ist. Denn die meisten Unternehmen, die mit Feelgood Managern arbeiten, sind aus der Digitalbranche. Dort ändern sich die Produkte, die Kundenwünsche und oft die Geschäftsmodelle sehr schnell, dass man eine gewisse Dynamik braucht, die durch das Feelgood Management unterstützt wird. Mittlerweile hat die Digitalisierung fast jeden Bereich erfasst. Deshalb werden in Zukunft solche Rollen, wie die des Feelgood Managers immer mehr an Bedeutung gewinnen. Es braucht allerdings die Bereitschaft in der Unternehmensführung, Mitarbeitern Vertrauen und Freiraum entgegen zu bringen. Denn Feelgood Management ist Mannschaftssport für Unternehmen.

Auf dem 6. Humanomics-Kongress am 7. Oktober 2016 berät Monika Kraus-Wildegger die Teilnehmer als Expertin beim Markt des Wissens.

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