Mythos Heimarbeit

03/03/2014

Während sich in der Europäischen Union das Home Office zunehmender Beliebtheit erfreut, nimmt hierzulande die Zahl der Berufstätigen, die überwiegend oder gelegentlich von zu Hause aus arbeiten, seit 2008 kontinuierlich ab.
 

Nachdem es nach der Jahrtausendwende zunächst immer mehr Heimarbeiter gab, ging ihre Zahl ab 2008 in fast allen Berufsgruppen deutlich zurück – bei insgesamt zunehmender Beschäftigung.  Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung e.V. in seinem Wochenbericht Nr. 8 vom 19. Februar 2014 darstellt, haben im Jahr 2012 knapp fünf Millionen Erwerbstätige ihren Beruf hauptsächlich oder gelegentlich zu Hause ausgeübt, das entspricht zwölf Prozent aller Erwerbstätigen. Bei den abhängig Beschäftigten arbeiteten nur acht Prozent von zu Hause aus. Vor allem hoch qualifizierte Dienstleistungstätigkeiten werden zu Hause erbracht.
 

Im EU-Vergleich im unteren Mittelfeld


Im Gegenzu ist die häusliche Erwerbstätigkeit in der Europäischen Union gestiegen. Besonders in Skandinavien, Frankreich, Großbritannien sowie in mitteleuropäischen Ländern wie der Schweiz, Österreich, Belgien und Luxemburg ist Heimarbeit sehr viel stärker verbreitet als hierzulande.

 

Auch für Frauen keine beliebte Option


Überrascht zeigten sich die Autoren der Studie von der Tatsache, dass Frauen nicht häufiger als Männer zu Hause erwerbstätig sind. Um den Beruf mit Familie und Haushalt in Einklang zu bringen, setzen Frauen vor allem auf verkürzte Arbeitszeiten.


Den Wochenbericht Nr. 8 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung finden Sie hier.

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